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ARADO - Das Werk

ARADO

 

ARADO - Geschichte eines Flugzeugwerkes (Teil1)



Bildmaterial zu einigen Flugzeugen aus dem Hause ARADO

Propellerflugzeuge Düsenflugzeuge
Landflugzeuge 2 - strahlige Modelle
Wasserflugzeuge 4 - strahlige Modelle

   

Projekte, die nicht verwirklicht wurden
Düsenjäger, Abfangjäger Deltaflugzeuge

Propellerflugzeuge

Mit den propellergetriebenen Flugzeugen begann auch bei Arado die Ära der Luftfahrt. H. Lübbe war als Pilot - oder wie es damals hieß "Aviator" schon mit einer Rumpler Taube in die Geschichte als Rekordhalter eingegangen, als er 1913 den Flugweltrekord nach Argentinien aufstellte.

Der 2. Weltkrieg

In den Jahren des 2. Weltkrieges wurden einige recht interessante Projekte verwirklicht. Einen kleinen Auszug sehen Sie auf den folgenden Seiten.


Landflugzeuge

Ar 232 B Mit der Modellreihe 232 wurde 1942 ein sogenannter Kampftransporter entwickelt. Zunächst zweimotorig wurde später auch eine viermotorige Version entwickelt.

Die auffälligsten Merkmale dieser Maschinen waren:

Das Spezialfahrwerk, bestehend aus 22 Ballonreifen, welches neben dem Hauptfahrwerk für Landungen auf unvorbereitetem Gelände genutzt wurde. Damit waren sogar Starts und Landungen in von Gräben durchsetztem Gelände möglich.

Der große geräumige Laderaum mit seiner Länge von 6 Metern, einer Breite von 2,30 Metern und einer Höhe von 2 Metern.

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Wasserflugzeuge

Mit den robusten Wasserflugzeugen hatte Arado sich einen Bereich geschaffen, indem es nur wenig Konkurrenz gab. Mit der Zuverlässigkeit der Modellreihe 196 wurde ein Standard geschaffen. 

Auf fast allen größeren Schiffen der Marine waren diese Flugzeuge im Einsatz.

Ar 196 V 2

Die Modellreihe 196 von Arado ging in die Geschichte als Standardflugzeug der deutschen Bordflugzeuge im Zweiten Weltkrieg ein. Die 196 hatte sich als äußerst robust und zuverlässig bewiesen.

Wie alle Wasserflugzeuge war auch sie zu langsam. Bekannter als die Tiefdecker waren allerdings die Serien der Doppeldecker (Ar 95 ff. ) aus dem Hause Arado.

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Ar 196

1939 wurde diese Ar 196 für einen Rekordversuch mit einer Dreiblattluftschraube modifiziert.

Später kamen diese Maschinen als See-Aufklärer Ar 196 A-3 zum Einsatz.

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Düsenflugzeuge

Nachdem das Konzept des Strahltriebwerkes ab 1935 von Hans von Ohain und Max Hahn in Göttingen entstanden und bei Heinkel entwickelt worden war, begann am 27.08.1939 die Ära der Düsenflugzeuge als die erste He 178 mit einem solchen Antrieb startete.

Als am 02.08.1944 der von Arado entwickelte Erkunder 234 A startete, war er der erste eingesetzte Strahlbomber der Welt.

Mit der Modellreihe 234 standen die ersten einsatzbereite Strahlflugzeug der Welt mit größerer Reichweite und Zuladung zur Verfügung.

Glücklicherweise wurden diese ersten Düsenmaschinen als nicht als Jäger eingesetzt. Technisch überlegen waren sie allen anderen Propellermaschinen.

Ar 234

Wer weiß, wie sich die Geschichte entwickelt hätte, wenn die Düsenjets (Arado, Messerschmitt usw.) frühzeitig zum Einsatz gekommen wären . . .

Die Maschinen vom Typ AR 234 waren ursprünglich als unbewaffnete Aufklärer und später auch als Bomber eingesetzt. Einige Bordwaffen kamen erst später dazu. Ab 1945 gab es Überlegungen die Arado als schwerbewaffnetes Schlachtflugzeug / Nachtjäger einzusetzen.

Heute steht eine Ar-234 B2 im National Air and Space Museum in Washington.

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2 - strahlige Modelle

Ar 234 B-2

Eine Ar 234 mit Periskopvisier (Dachoberkante).

Die großzügige Verglasung ermöglichte eine sehr gute Sicht nach vorne und seitlich, lediglich nach hinten war die Sicht eingeschränkt.

Die als Bomber eingesetzten Maschinen wurden später mit einem Periskopvisier ausgestattet, um die rückwärtige Bewaffnung auszurichten.

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Bei dieser 234 sehen Sie zwar die Aufhängungen unter den Triebwerksgondeln, das Dachvisier war aber offensichtlich noch nicht vorhanden.

Ar 234 V 9

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4 - strahlige Modelle

Ar 234 V 8

Auf diesem Bild sehen Sie eine 234 in der viermotorigen Version auf dem Startgestell.

Die Startgestelle kamen zum Einsatz, um den Platz und das Gewicht des Fahrwerks einzusparen.

Gelandet wurde anfangs noch auf einem Kufenfahrwerk, wie Sie es auf diesem Bild oben gut erkennen können.

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Die Startgestelle wurden später, als stärkere Triebwerke zur Verfügung standen, durch ein einziehbares Dreibeinfahrwerk ersetzt.

Bei dieser Musterzeichnung sind die die beiden Triebwerke in Gondeln zusammengefasst.

Bei Erprobungen hatte sich gezeigt, dass vier einzelne Triebwerke wesentlich mehr Luftwiderstand entwickelten als zwei Doppel Gondeln.

Musterzeichnung Ar 234 V8

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Musterzeichnung Ar 234 V 6 Ar 234 V 6

Die Anordnung mit vier Einzeltriebwerken auf dem Gleitkufenstartgestell entstammt den ersten Serien der Modellreihe AR 234 V6. 

Obwohl die viermotorige Version sehr leistungsstark war hatte man schlechte Erfahrungen mit der Zuverlässigkeit dieser ersten Turbinen gesammelt. Um die Brandgefahr gering zu halten versuchte man es mit der Einzelanordnung der Turbinen. Aber dabei war der Luftwiderstand zu groß und man ging auf die Doppelanlagen über.

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Projekte

In den Jahren 1944 und 1945 wurden noch einige hochwertige Projekte angesetzt, welche allerdings nicht mehr voll verwirklicht wurden.

Düsenjäger

Darunter waren auch einige sehr erfolgversprechende Modelle für den Hochgeschwindigkeitsbereich.

Die Düsenjäger hatten bereits gepfeilte Tragflächen. Mit der Erforschung der Tragflächenpfeilung war man in Deutschland schon weit gekommen. 

Die Problematik des Strömungsabrisses sowie des Luftwiderstandes im Hochgeschwindigkeitsflug wären damit sicherlich gelöst worden. 

Einige Modelle der Arado Projekte wurden nach der Kapitulation in die USA verbracht und untersucht. Heute würde man diese Projekte Abfangjäger nennen.

Projekt Nacht- und Schlechtwetterjäger E 583

Sie beeinflussten dadurch die weitere Entwicklung der Luftfahrtechnik wesentlich.

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Diese Version der Ar 234 V 16 war bei Kriegsende ebenfalls noch nicht vollendet. Die erbeuteten Maschinen waren nicht zum Einsatz gekommen, diverse Tests wurden aber absolviert.

Sowohl die Pfeilflügel als auch die Aerodynamik des Musters waren bereits wegweisend für modere Flugzeuge, wie sie heute verwendet werden.

Interessant ist, dass mehrere Hersteller nach Kriegsende mit dieser Flügelgeometrie experimentiert hatten ohne jedoch die Zusammenhänge im ganzen zu erkennen.

 

 

Diese Abbildung zeigt einen englischen Bomber vom Typ Victor (XB771) mit dem Arado Versuchsflügel II. Spätere Versionen hatten einen reinen Deltaflügel.

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Deltaflugzeuge

Dieses Projekt, eine Ar E 583 wurde als Nurflügler in Deltabauweise oder besser als ein "schwanzloses Flugzeug" konzipiert.

Das Modell sollte als Nachjäger eingesetzt werden.

Sowohl die Bauform, als auch die Entwicklung der Tragflächen war revolutionär.

Nach Kriegsende wurden die Pläne in die USA gebracht und   wurden bei der Konstruktion des "Fliegenden Flügels" mit eingebracht, wo auch die Techniken der legendären Horten mit umgesetzt wurden.

Was aus der Bauserie der Nurflügler wurde, können Sie heute ja bei der amerikanischen B2 sehen.

Musterzeichnung E 583

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